LandFrauenOrtsverband Bruchhausen

Der LandFrauenOrtsverband Bruchhausen stellt sich vor:

Ansprechpartnerin des wllv Stadtverbandes Olsberg:
Rita Vogt
Brückenstrasse 5
59939 Olsberg-Bruchhausen
Tel.: 0 29 62 / 12 96
rita-vogt(at)gmx.net

Dem Landfrauen-Stadtverband Olsberg gehören folgende Ortsverbände mit insgesamt 95 Mitgliedern an: Olsberg-Bigge, Antfeld, Bruchhausen, Elleringhausen, Elpe, Gevelinghausen, Wiemeringhausen, Wulmeringhausen, Niedersfeld.

Jeweils 1. Vorsitzende waren ab 1976 Christa Grosche, Wiemeringhausen, ab 1982 Rita Weller, Bruchhausen, ab 1990 Käthe Röttger, Bigge (gleichzeitig sehr aktiv im AK für Öffentlichkeitsarbeit), ab 2002 Annemie Wiesemann-Hesse, Gevelinghausen.
Am 27.1.2010 wurde erstmalig folgendes Vorstandsteam gewählt: Gerda Besse, Wiemeringhausen, Barbara Rettler, Elpe, Andrea Schulte-Baum, Elleringhausen, Rita Vogt, Bruchhausen (Ansprechpartnerin).
Des Weiteren hat jeder Ort eine Ortsvorsitzende als Ansprechpartnerin. Jedes Jahr wird ein Programm erarbeitet, gern mit den Anregungen einzelner Mitglieder. Geplant und durchgeführt wurden so z.B. verschiedene Aktionen des Programmes management@home - Familie gewinnt Zukunft. Eine Waldführung mit Förster für Kinder und Eltern im Sommerferienprogramm und eine Halbtagesfahrt nach Sundern-Stockum zum Rosenkranzweg findet am 07. Okt. statt. Farb- und Stilberatung, Tanzkurs als Auffrischung, Halbtagesfahrt zum Marienhof in Delbrück-Bentfeld, Halbtagesfahrt zum Demeterhof in Soest, Besichtigung eines Melkroboters, Staudentausch.

Landfrauen
Das Foto zeigt (v. li.) Rita Vogt, Andrea Schulte-Baum, Barbara Rettler und Gerda Besse.

Im September 2009 hieß das Thema "Waldgeschichte und Flora der Heide". Zahlreiche Olsberger Landfrauen unternahmen eine Wanderung in das Naturschutzgebiet  Neuer Hagen bei Niedersfeld (Niedersfelder Hochheide). Zum ersten Bereich erläuterte Altförster Hubert Koch die Veränderung ursprünglicher Buchenwälder zu reinen Fichtenforsten.
Durch die ständigen Übernutzungen ehemals vorratsreicher Buchenwälder, beginnend im 10. und 11. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, zur Gewinnung von Holzkohle, zeigte er an Hand verschiedener Waldbilder die einzelnen Stadien vor: Geschlossener Buchenwald, erst stark gelichtet, dann Stockausschlag, danach Heide und als vorläufige Endbestockung Fichtenbestände.
Dabei wurde deutlich, dass über die Jahrhunderte der Wald den Menschen im Hochsauerland die Grundlage ihrer Existenz war. Sowohl als alleiniger Lieferant von Energie, als auch in der Funktion als Nährwald, in Form von Waldweide und Laubstreunutzung bis weit in das 20. Jahrhundert. Die Umstellung von Buche auf Fichte erfolgte aus zwei Gründen, einmal wurde für den Ausbau der Kohlenflöze im Ruhrgebiet Fichtenholz gebraucht, zum anderen diente es als Buchholz bei der Entwicklung der Dörfer.
Den zweiten Themenbereich deckte die Kräuterpädagogin Simone Koch ab. Sie zeigte den Exkursionsteilnehmerinnen die typische Heideflora, beginnend bei den drei Beerenarten Blau-, Preisel- und Rauschebeere, dazu die sehr seltene Krähenbeere, über die Grasarten Draht- und geschlängelte Schmiele, dann Blutwurz, Laabkraut und natürlich das wichtigste Gewächs Heidekraut. Des Weiteren auch Hinweise über die Heilkraft der Kräuter bzw. ihrer sonstigen Verwendung.
Beim Gang durch die Heide wurde auch klar, dass diese Vegetationsform nur durch ständige Eingriffe in Form von maschinellem Heideplaggen, Auftrieb von Heidschnucken und Entfernen der Gehölze erhalten werden kann. Denn durch die Dynamik der Natur würde die Heide in wenigen Jahrzehnten wieder zu einem geschlossenen Wald werden.
In der Heide

(c) Bruchhausen an den Steinen.